Mittwoch, 14. Dezember 2011

Wildcampen bei den Hot Springs

Hier ein paar Eindrücke für euch von unserem Campingabendteuer. Bilder sagen manchmal mehr als Worte:





 
Bei Mutter Natur kann es
manchmal sehr wild zugehen ;).

(Oben) ohne Kommentar.
(Oben) ohne Kommentar 2.
 

Hastings hat uns wieder Teil 2

Eine Ode an den Pflaumenbaum: Schüttel den Baum, Leiter ranhauen, dumm schauen und weiter Pflaumen klauen. Werfen, zupfen, schlagen, schmeißen, nein nein nein es geht auch mit grabschen und reißen. Lange Stunden haben wir mit dir verbracht, für die nächsten Bäume gabs du uns die Kraft!



Eine Ode an den Apfelbaum: Oh du schöner Apfelbaum, du seiest doch so gut, dich mit der Leiter zu bezwingen erfordert jedoch Mut! Lange verweilende Stunden haben wir mit dir verbracht, es war so Öd du hattest die Langeweile in uns entfacht.

Eine Ode an den Pfirsichbaum: Mit Stöcken gingen wir auf dich los und zu, du meintest wir geben nie mehr Ruh. Lange spaßige Stunden haben wir mit dir verbracht, bitte glaube uns wir waren wirklich mit dir sacht.

Eine Ode an den Kiwibaum: Vieles haben wir nun vorher erlebt, doch mit dir wissen wir wie entspanntes Arbeiten geht. Lange Stunde haben wir mit dir verbracht, an dich haben wir noch lang gedacht.
Jeden Sonntag Vormittag geht’s für uns beide auf den Farmers Market (natürlich erst nachdem ausgiebig ausgeschlafen wurde. Das zeitige Aufstehen macht besonders Conny zu schaffen, die ein starkes Mitglied der „Morgenmuffel-AG“ ist. Es kam auch schon vor, dass der Juniorchef einen morgendlich Plausch anfangen wollte und er als Antwort nur ein kurzes Grunzen zuhören bekam und somit das Gespräch beendet war. Er hats mit Humor genommen und beim 3.Versuch aufgegeben). Dort gibt es allerlei Köstlichkeiten zum probieren und naschen und dort decken wir uns dann auch mit genügend Brot, Obst und Gemüse für die Woche ein. Es ist echt schön dort, lauter junge Familien, Live-Musik im Hintergrund und einfach immer was zum staunen und erleben.

Eine Geschichte gibt es noch neben den kleinen vielen zu erzählen. Wir haben hier eine deutsche Familie auf dem Farmersmarket kennengelernt. Sie brauchten unsere Hilfe: beim Kinder aufpassen und beim Pizzaverkaufen. Das Los entschied, wer auf die Kinder aufpassen musste und wer mit zum Pizzaverkaufen auf einer privaten Weihnachtsfeier mit durfte. Wir beide wollten ja natürlich zur Weihnachtsparty. Nun gut, Geni musste zu den Kids, Conny Pizza zubereiten (& dabei steht sie doch so gern in der Küche:P).


So sieht Kinderbetreuung von Conny aus
-erstmal gemeinsamer Mittagsschlaf
Es war, wie sich rausstellt,e ein superlanger Tag geworden: Geni schaffte es doch die lieben 3 Kinder Noah, Julian und Angela zu bespaßen (fragt nicht wie, unser Auto aussah; es wurde bis ins kleinste Detail auseinander genommen), sie satt zu machen und nach 2 Gutenachtgeschichten ins Bett zu bringen. Kaum zu glauben, aber wahr. Danach hieß es Haus & Auto aufräumen. Conny erlebte die einzigartige Erfahrung beim Zusammenbruch des Pizzaanhängers (Achsenbruch). Nach 2 Stunden Reparatur schafften sie es irgendwie doch mit 3 anstatt 4 Rädern zur Weihnachtsfeier zu gelangen.
 Conny freute sich sehr den Ersatz für den rausgeworfenen Neffen in der Küche spielen zu dürfen. Neben den 5 verhunzten Pizzen und einer runtergefallenen Waffel lief der Abend doch ganz gut und die Gäste waren alle zufrieden und vor allem satt. Danach gings na Hause, wo Geni von den anderen mit der kleinen Angela auf der Couch geweckt wurde….ein langer Tag ging zu Ende.



Hastings hat uns wieder!!!

An unsere treuen Leser: vielen herzlichen Dank für eure großartige Unterstützung, eure fantastische Lesebereitschaft und die vielen Danksagungen an unseren Blog. Ihr seid überwältigend, ohne euch, unseren treuen Fans , wäre dies alles nicht möglich gewesen. We love you so much!!! Danke für eure Geduld, lieben Worte und wir hoffen , dass ihr uns weiterhin treu bleibt auch wenn es manchmal etwas länger dauert die Neuigkeiten zuverbreiten. (so, das eben war ein Auszug aus unserer Oscar- Dankesrede)

Ok zurück zum eigentlichen, jetzt geht’s wirklich los:

Nach längerem Faulenzen wurde es langsam mal Zeit zum Arbeiten. Der 11.11. war für uns ein besonderer Tag, denn wir erhielten unerwarteter Weise einen Anruf mit einem Jobangebot. Unsere Begeisterungsstürme, darüber, dass wir bei unserer Gastfamilie bleiben können, hielten nicht lange an. Ausschlaggebend für die Zerstörung unserer Träume in Gisborne arbeiten zu können, war der Fund eines kleinen zerfetzten Schmierzettels, welchen wir 2 Wochen vorher in Hastings, nach ergebnissloser, aussichtloser und hoffungsloser Suche nach Arbeit, in den allerletzten Briefkasten unseres jetzigen Chefs warfen (der 100 m Kurzstreckensprint von Geni -ohne Schuhe- darf nicht unerwähnt bleiben-mächtiges Handgeklapper bitte !).

Also hieß es Sachen packen und in 2 Tagen mit der Arbeit anfangen*tröööt*,*tataa* Hastings hat uns wieder!!! Vorbei war es nun mit: warmen Essen, täglichen Duschen, Filmabende mit heißer Schoki, BBQ und Surfen am Strand und einer wirklich tollen Familie. Jetzt hieß es hochleistungssportliches kognitives ultra-mega spannendes Pflaumenpflücken bei allen möglichen wetteraufkommenden Kombinationen an Naturgewalten. Unser üblicher Tagesablauf sieht vollgendermaßen aus: 6.30 aus der Birdy rausquälen, in die Arbeitsklamotten reinschälen, was zwischen die Kiemen stecken und truf ufs Feld sporten, 5 Pflaumen/ Äpfel/ Pfirsiche pflücken, Pause, weiterpflücken, längere Pause, nochmal zähne (10) pflücken und Feierabend. Fertsch der Baum.
Auch bei Regen mussten wir ran.


Es hat nicht lange gedauert bis wir unser pünkliches Aufstehritual aufgaben und dieses sich immer weiter nach hinten verschob. Zudem wurden unsere Pausen immer länger und häuften sich immer mehr an (von Conny: alle Arbeitskollegen/ Mitarbeiter von mir, die das hier lesen, ignorieren bitte den letzten Teil und fahren mit ihrer Arbeit wie gewohnt fort! ). Vor vier Tagen hatten wir dann doch tatsächlich unsere Berufung gefunden: Stickthining/Baumschlagen mit den Knüppel. Endlich, darauf haben wir schon unser ganzes Leben lang gewartet!!!! (Anmerkung der Redaktion: man stelle sich 2 Mädels vor, die mit nem Stock bewaffnet, wie die Wilden auf einen Baum einschlagen, damit die Früchte herunter fallen).

Wir haben es nur 30s bis zur Arbeit, denn wir haben das Glück, mit unserer Birdy auf der Obstplantage zu stehen. Wenn wir nicht arbeiten, dürfen wir das Gästehaus unseres Chefs benutzen. Wir spüren einen Hauch von Luxus, denn es gibt Kühlschrank, fließendes Wasser (für Dusche und Toilette) und sogar einen Campinggrill (persönlich vor einigen Tagen vom Seniorchef vorbeigebracht). Ein Bett und ein Klavier gibt es hier auch. Allerdings möchte man hier keine Minute länger verbringen, weil alles hier so versüfft , dreckig, widerlich, und abardisch(! Ja genau so) ist. Spinnen, Motten, Käfer, Schaben, Mücken und anderes Ungeziefer finden sich hier besonders heimisch.


Nix desto trotz, wir wollen nicht klagen, denn wir haben nen JOB (der sogar für NZ- Verhältnisse nicht schlecht bezahlt wird, 14 $ die Stunde, ca. 7-8 Euro), 2 wirklich lustige Chefs (mit denen wir natürlich auch ab und zu ein Feierabendbier genießen), nen sicheren Platz zum nächtigen und kostenloses WIFI. Was will ein Frauenherz mehr? Die Arbeit an sich ist jetzt nicht sooo schwer, ziemlich stupide halt und nach ner Weile kommt man auf echt dumme Ideen , weil man zuviele Obstdüfte inhaliert hat. Was das ganze etwas erschwert, sind unsere „allergischen Reaktionen“. Entweder vertragen wir die Sonne nicht, die Sonnencreme oder wir sind einfach allergisch gegen die Arbeit-kann auch sein! Wie auch immer, auch das werden wir meistern. Wie gesagt, die Gerüche hier, lassen einen nach ner gewissen Weile etwas merkwürdig werden und dann kommt sowas dabei raus:

Mittwoch, 9. November 2011

Unerwartet in Gisborne

Was passiert wohl, wenn man sich auf den Weg zu einem kleinen 2tägigen Ausflug begibt? Nur so viel sei verraten: Qualm aus der Motorhaube und ein merkwürdiger Gestank sind keine gute Kombination, wenn man Mitten in der Pampa steht. Wir ließen Napier hinter uns und machten uns auf den Weg zu einem Te Urewera National Park. Wir wollten mal so richtig in die Natur - wandern gehen. Hügelige Graslandschaften, Strauchformationen und bewaldete Berge flogen an unserem Fenster vorbei. Die Straße wurde immer schwerer zu befahren, da immer größere Abschnitte an Schotterweg der befestigten Straße folgten. Und Dörfer wurden zu noch kleineren Dörfern, Waldstücke zu Wäldern und Hügel zu Bergen (Conny: wow Geni wie poetisch geschrieben!! Sehr beeindruckend*lol*).






Wir hielten noch 2 mal an Aussichtspunkten an bis wir bemerkten : hmm hier riechts komisch und das aufkommende Geräusch ist auch nicht ganz normal. Wir fuhren bei nächster Gelegenheit an den Rand, um zu sehen was los war. Ein qualmender Motor…hey unsere Freude war uns echt anzusehen. Der Fahrer des sich nächst nähernden Autos wunk uns ganz freundlich und fuhr weiter. Ein qualmender Motor, deux Madmoiselles mutterseelenallein und er dachte wir grüßen ihn nur- super! Okay, zweiter Versuch. Irgendwann näherte sich auch ein weiteres Auto, Geni also prompt auf die Straße gesprungen und –Gott sei dank aber auch- hielten die 2 Männer an. Nach längerem Hin- und Her, mehreren „oh oh das sieht nicht gut aus“ und zischen aus der Motorhaube, konnten sie hier nicht viel ausrichten, somit fuhren wir wieder ein Stück den Berg abwärts zu ihrem Jagdhaus. Geni konnte noch einen wunderschönen Blick über den Lake  Waikemoana erhaschen. Einfach umwerfend. Aber wir hatten andere Probleme.
  

Die zwei Peters meinten es ist kein Wasser im Kühler. Sehr zu unserer Verwunderung, da wir doch in Wairoa komplett das Kühlerwasser von einem lustigen Typ an der Tankstelle auffüllen lassen hatten. Es war zu spät um zurück nach Wairoa zu fahren (2,5 h und natürlich wieder kurz nach 5 Uhr abends wo alles zumacht). Also beschlossen wir am nächsten Tag weiterzufahren. Wir durften für die Nacht im Wochenendhaus bleiben. Noch ein paar Kekse, Tee, einer kleinen Rundtour durch den Wald, Abendbrot und Gespräche (Glück im Unglück der eine Peter war Mechaniker, der andere Peter Pilot, beides Familienväter) dann gings ins Bett. Am Morgen bekamen wir ein Frühstück von einem eingewanderten 79




Das ist Juergen und Geni mit dem von
ihm gepressten Orangensaft.
Schmatz.
jährigen Deutschen namens Jürgen serviert. Er bestand drauf, dass wir vorbei kamen. Wir überraschten ihn doch tatsächlich beim Pornoschauen, als wir auf der Veranda seines Häusleins
waren und zur Eingangstür liefen. Jaja, das sind sie die älteren Leutchen…von wegen gebrechlich und unbeweglich. Er bestand noch darauf ein paar Fotos von uns zu machen (hauptsächlich Geni war das Opfer). Schließlich trifft er ja nicht jeden Tag Deutsche und dazu noch 2 junge Mädels. Den Gedanken, was er wohl mit den Fotos macht, versuchen wir immer noch zu verdrängen (Ps.: Sehr zu unserer Freude gab es frisch gepressten Orangensaft zum Frühstück, mjam lecker!).

Hier reissen einfach mal Pferde aus.
In Wairoa angekommen, bekamen wir in der Werkstatt keine guten Neuigkeiten. 3000Dollar (ca. 1700 Euro) wenns schlecht läuft, wenns gut läuft 500 Dollar. Wir mussten aber weiter in die nächstgelegene Stadt, da sie keine Ersatzteile hatten und das Personal auswärts war. Mechaniker- Peter lud uns ein nach Gisborne zu seiner Frau (Gill), den 3 Kindern (Laura, Kate, James), 2 Hunden (Milley & Jassy) und um erst mal bei ihnen zu bleiben. Wie sich rausstellte eine gute Entscheidung. Sie wohnen 10min außerhalb von der Stadt auf einen kleinen Hügel. Pferde begrüßen dich unten am Tor und oben angekommen, hat man eine superschöne Aussicht, auf die Stadt, Strände, das Meer und Berge. Das Haus und das Grundstück sind echt wahnsinnig groß. Es gibt neben einem Klavier auch Kanus, die komplette Taucherausrüstung für die gesamte Familie, Surfbretter, kleine Werkstatt mit Motorrädern, Gemüsegarten etc. hier. Wir haben ein (kleines) Zimmer neben der Werkstatt bekommen und oh ganz zufällig stehen da auch 2 Betten drin.

Es sind echt alle so nett hier, als würden wir schon immer zur Familie gehören. So etwas gibt’s gar nicht. Wir bekommen essen, sie helfen uns bei der Arbeitssuche, waren schon surfen, machen gemeinsame Filmabende, zeigen uns die Umgebung, die Stadt und vieles mehr .Wir waren Samstags zusammen auf dem Markt (auf der Jagd nach Jobs und Gemüse) und ein kleines privates Feuerwerk direkt vor dem Haus gab es auch schon. Heute geht es an den Strand zum BBQ und surfen. Das Wetter ist im Moment einfach perfekt für beides.